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Paul Klinger Künstlersozialwerk e.V
 
Was haben Inga Humpe, Ottfried Fischer und Curtis Briggs gemeinsam? Richtig, sie sind alle Künstler. Und sie sind bekannt und erfolgreich. Aber sie wissen auch, was es heißt schwierige Zeiten durchzustehen. Deshalb sind sie Mitglieder im Paul Klinger Künstlersozialwerk e.V. Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich der Verein für die Förderung der sozialen Existenzsicherung von Künstlern und Publizisten und kämpft für ihre Rechte.
 
Deutschland gilt als das Land der Dichter und Denker. Doch nicht alle Dichter und Denker, Maler und Musiker oder Schauspieler und Sänger können in diesem Land ein sorgenfreies Leben führen. Nur die wenigsten sind dauerhaft erfolgreich und führen ein Leben in Saus und Braus, über das die Boulevardblätter so gerne berichten. Nur wenige können sich im Alter auf den Lorbeeren ihres Erfolges ausruhen. Oft genug ist Kunst ein harter Broterwerb. Das durchschnittliche Jahreseinkommen der Kreativen liegt nach Angaben der Künstlersozialkasse deutlich unter 20 000 Euro. Künstler fallen durch die Künstlersozialkasse zwar nicht ganz aus den staatlichen Sicherungssystemen heraus, aber sie müssen ­- anders als Angestellte oder Arbeiter – selbst initiativ werden, um in die gesetzliche Krankenkasse und Rentenversicherung zu kommen, und sie müssen sich wegen ihres stark schwankenden Einkommens besonders gegen Berufsunfähigkeit und andere soziale Risiken schützen.
 
Am 15. März 1974 wurde der gemeinnützige Verein von Künstlern für Künstler gegründet. Das Künstlersozialwerk trägt den Namen von Paul Klinger, der in den 50er Jahren in zahlreichen Filmen mitspielte, darunter "Immenhof" oder "Zirkus Renz" und den Hollywoodstars Clark Gable und Cary Grant als Synchronsprecher sein Stimme lieh. Er setzte sich bis zu seinem Tod 1971 für die Rechte von Künstlern ein und erkämpfte in einem Grundsatz-Rechtstreit das Stiftungskapital für den Verein. Mehr als 1500 Mitglieder unterstützen das Künstlersozialwerk inzwischen.
 
Künstlern, die in Not geraten sind, versucht der Verein bestmöglich zu helfen. Damit solche Härtefälle vermieden werden können, versucht er, die Kulturschaffenden zu informieren und aufzuklären. Für Vorträge und Einzelberatung hat das Künstlersozialwerk ein bundesweites Netzwerk von kompetenten Beratern geschaffen, die den Mitgliedern mit ihrem Fachwissen bei Themen wie Künstlersozialkasse, private und gesetzliche Rente und Krankenkasse zur Seite stehen und auch in Fragen des Steuerrechts oder Urheberrechts zu günstigen Konditionen weiter helfen können. Die Hilfe reicht dabei von juristischem Beistand, einer kostenlosen Renten-Hotline bis zur Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen oder der Klärung alltäglicher Fragen. Darüber hinaus bietet das Künstlersozialwerk für Studenten kostenlose Fortbildungsveranstaltungen zum Thema soziale Absicherung an Schauspielschulen, Kunstakademien sowie bei Künstlerverbänden und -vereinigungen an. Dabei arbeitet der Verein mit der Künstlersozialkasse, Steuerberatern und Juristen zusammen. In der Zeitschrift Klinger Report berichtet das Künstlersozialwerk über die neuesten juristischen Entwicklungen und erklärt die oft schwer verständlichen Gesetzestexte und Verordnungen.
 
Neben Aufklärung, Information und Beratung hat das Künstlersozialwerk noch eine weitere Zielsetzung: Es versteht sich auch als Plattform für das Knüpfen von Kontakten und Netzwerken. Denn gerade in Zeiten knapper Kassen und knapper Arbeitsplätze sind persönliche Beziehungen quer durch die verschiedenen künstlerischen Berufe für die kreativen Einzelkämpfer sehr wichtig. Auf der Internetseite finden sich daher neben Literaturtipps Hinweise zu Stammtischen vor Ort, Fortbildungen und Seminaren, Wettbewerben und Preisen sowie zahlreichen nützliche Links rund ums Künstlerdasein.
 
Kontakt:
Paul Klinger Künstlersozialwerk e.V.
Geschäftstelle
Kreittmayrstraße 3, Rgb.
80335 München
Telefon: 089 - 57 00 48 95
Fax: 089 - 57 87 56 46
E-Mail: info@paul-klinger-ksw.de
www.paul-klinger-ksw.de

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